Friday 18. October 2019

Samstag, 19.Oktober 2019, 9:00 - 16:00 Uhr

Inhalt:

Fragen zur Taufe

  1. Die Anmeldung geschieht nicht in der Taufpfarre (kann eine andere sein), sondern in der Wohnpfarre (Hauptwohnsitz laut amtlichem Meldezettel). Wenn die Taufe nicht in der Wohnsitzpfarre stattfindet, nimmt der Wohnsitzpfarrer die Taufanmeldung auf und leitet sie an die Taufpfarre weiter. Der Sinn davon ist, dass, um Zuständigkeitsdifferenzen zu vermeiden, es für jeden Katholiken genau einen zuständigen Pfarrer gibt. Dafür gilt ein sehr einfaches und praktisches System: Ausschlaggebend ist der Meldezettel.

  2. Voraussetzung für die Taufe ist ein dem Alter entsprechender christlicher Glaube. „Dem Alter entsprechend“ bedeutet, dass jeder Säugling getauft werden kann, wobei die Eltern versprechen, künftig das Kind christlich religiös zu erziehen. Spannender wird die Sache bei einem Taufbewerber im Volksschulalter. Hier muss neben der Erziehung durch die Eltern auch ein Mindestinteresse des Kindes vorhanden sein. Schwierig haben es dagegen Erwachsene (= theoretischer Idealfall der Taufe). Für sie gibt es einen ein- bis zweijährigen Glaubenskurs zur Vorbereitung auf die Taufe. Von diesem kann aber dispensiert werden, wenn der Taufbewerber bereits eine gewisse Glaubenspraxis nachweisen kann.

  3. Für die Klärung dieser Voraussetzungen dient ein Taufgespräch mit dem Wohnsitzpfarrer. Themen dieses Gesprächs können sein: Glaube ich an Gott und Jesus Christus? Glaube ich an die Auferstehung nach dem Tod? Wie hat sich mein Glaube im Laufe des Lebens verändert? Was waren wichtige Stationen oder Krisen in meiner Glaubensgeschichte? Was vom christlichen Glauben ist mir im Laufe meines Lebens besonders wertvoll geworden? Was davon möchte ich meinen Kindern weitergeben?

  4. Der Taufpate muss katholisch getauft und gefirmt sein, er darf nicht ausgetreten sein, darf nicht geschieden und wiederverheiratet sein, muss mindestens 16 Jahre alt sein und darf nicht Vater oder Mutter des Täuflings sein. In Einzelfällen sind Ausnahmen möglich. Diesbezüglich ist ein Gespräch mit dem Wohnsitzpfarrer zu empfehlen. Bei Erwachsenentaufen ist ein Taufpate keine Pflicht.

  5. Die Gestaltung der Taufe besprechen die Taufwerber am besten mit dem Taufspender. Tipps und Anregungen können schon im Vorfeld vom Wohnsitzpfarrer geholt werden.

  6. Für die formelle Anmeldung zur Taufe brauchen Sie folgende Dokumente:

  • vom Kind: Geburtsurkunde und Meldezettel;

  • von den Eltern: Taufschein,

  • falls verheiratet: standesamtliche und kirchliche Heiratsurkunde;

  • falls nicht verheiratet: Vaterschaftsanerkennung;

  • falls ein Elternteil nicht katholisch oder ausgetreten ist, bedarf es einer schriftlichen Einverständniserklärung;

  • vom Paten: Taufschein

  • bei Erwachsenentaufe: Geburtsurkunde, Meldezettel, Heiratsurkunde

 

Erwachsenentaufe:


Ursprünglich war die Taufe das Resultat eine sehr bewussten Bekehrung zu Christus und der Taufwerber ein mündiger Mensch, der selbst die Verantwortung für sein Handeln übernehmen konnte. Kindertaufen sind erst später üblich geworden.

 

In unserer pluralen Gesellschaft wollen Eltern ihren Kinder neuerdings verstärkt die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob und welcher Religion sie angehören wollen. Für Menschen, die sich also in späteren Jahren zum Christentum entscheiden, gibt es für sie zugeschnittene Vorbereitungen, über die es in der Pfarre Auskünfte gibt.

 

Es sind Einzelvorbereitungen (Glaubensgespräch mit einem Priester oder einem ausgebildeten Laien) oder Gruppenvorbereitungen (im Rahmen der Diözese) möglich. In einer Zulassungsfeier im Stephansdom können die Taufwerber gestärkt und gesendet werden. Die Taufe könnte passenderweise in der Osternacht stattfinden, jener Termin, bei dem in der Urkirche die Taufe üblich war, oder im Rahmen einer Gemeindemesse oder in einer gesonderten liturgischen Feier.

 

Erwachsene empfangen im Rahmen ihrer Taufe auch die erste Heilige Kommunion und die Firmung.

 

Konversionen:


Im Fall einer Konversion von einer anderen Konfession oder Religion ist die Kontaktaufnahme mit der Pfarre ratsam. In manchen Fälle wird nach einer entsprechenden Vorbereitung eine neuerliche Taufe notwendig sein (wenn die Taufe in einer anderen christlichen Konfession nicht auf den dreifaltigen Gott war) oder eine Übertrittsfeier. Angesichts vieler Feinheiten muss der Pfarrer möglicherweise auch weitere Auskünfte einholen, er kann auf jeden Fall hilfreich zur Seite stehen.

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Samstag, 19. Oktober 2019

 

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Nachrichten aus der

Katholischen Kirche

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