Thursday 28. May 2020

Die Sonntagsmesse – Mittelpunkt unseres Gemeindelebens

Inhalt:

Unser Pfarrprojekt 2015

Saatgut für Familien im Südsudan

 

Wir haben uns entschlossen, im kommenden Arbeitsjahr die Initiative von Ordensgemeinschaften im Südsudan zu unterstützen. Sr. Gudrun Schellner SSM, die schon einige Male vor Ort war, sagte uns, dass derzeit die Nah-rungsversorgung und das notwendige Saatgut Vorrang haben, damit die Menschen überleben können. Im folgenden Beitrag erklärt sie die traurige Entwicklung im Südsudan:

 

 

Der Südsudan (Republic of South Sudan – RoSS) erlangte am 9. Juli 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan; zuvor war das Gebiet von 1972 bis 1983 und erneut von 2005 bis 2011 eine autonome Region innerhalb des Sudans. Jahrzehntelang wurde der Staat durch Bürgerkriege erschüttert.

 

Im Südsudan leben 92% der Menschen unter der Armutsgrenze, 73% sind Analphabeten. Die Müttersterblichkeitsrate ist die höchste weltweit. Eines von fünf Kindern stirbt, bevor es das fünfte Lebensjahr erreicht.

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„Solidarity with South Sudan“ (Solidarität mit dem Südsudan, SSS) ist eine Initiative von katholischen Ordensgemeinschaften und hat inzwischen ein Ausbildungszentrum für den Gesundheitsbereich und zwei Ausbildungsstätten für Lehrer/innen mit angeschlossenen auswärtigen Beratungsstellen aufgebaut. Im jüngsten Land der Welt, dem Südsudan, werden Lehrer/innen, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Hebammen, einheimische Landwirte und Leiter/innen von Gemeinden ausgebildet.

Seit 2006 arbeiten Schwestern und Brüder verschiedener Ordensgemeinschaften mit den Menschen im Südsudan zusammen, um ihnen beim Wiederaufbau ihres Landes nach den vielen Jahren des Bürgerkrieges zu helfen.

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Auch nach dem Friedensabkommen von 2005 gab es immer wieder Zusammenstöße zwischen Truppen aus dem Norden und dem Süden, die sich zuletzt auch wieder zum Krieg ausweiteten. Die staatlichen Institutionen sind nur begrenzt in der Lage, Konflikte zu lösen. Die Verteilung von staatlichen Ressourcen ist oft intransparent, weswegen sich gewisse Gruppen benachteiligt fühlen. Seit Dezember 2013 hat sich die Lage unvorstellbar verschlimmert.

 

Br. Bill, der Hauptverantwortliche von SSS vor Ort, schreibt: „Es gab immer wieder schwierige Zeiten in der Vergangenheit, aber dies ist bei weitem die schlimmste Entwicklung seit Ende des Bürgerkrieges Anfang 2005. Alle sind Verlierer: Es kann keine Gewinner geben. Zehntausende Tote, Plünderungen und Zerstörung waren schlimm genug, aber der Angriff auf die hilflose Zivilbevölkerung, die in Kirchen oder in UN-Lagern Zuflucht suchte, und das  willentliche Abschlachten von unschuldigen Menschen, die medizinische Hilfe in den Spitälern suchten, ist einfach unvorstellbar grausam. Tiefe Gräben haben sich aufgetan, meist entlang der ethnischen Grenzen.“

Der Konflikt im Südsudan ist absurd und irrational. Die Erde ist getränkt mit dem Blut zu vieler Menschen. Albert Camus sagte einmal: „Was uns nicht umbringt, macht uns stärker.“ Vielleicht mag das für die Überlebenden gelten, aber es ist kein Trost für die (Angehörigen der) Toten. Camus sagte aber auch: „Wir wenden uns nur an Gott, um das Unmögliche zu erlangen.“ Vielleicht ist es wirklich so. Die Auferstehung Jesu erinnert uns daran, dass Gott das Unmögliche möglich macht.

 

Diese Unruhen haben dazu geführt, dass es nun viel schwieriger ist, finanzielle Hilfe zu bekommen, da viele Agenturen nicht das Risiko eingehen wollen, ihre begrenzten Ressourcen in einem Land zu investieren, das politisch so instabil und gewaltbereit ist.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir nicht müde werden, unseren Beitrag zu geben, damit die Zivilbevölkerung zumindest überleben kann, um später ihre eigene Gesellschaft wieder aufbauen zu können.

Ein Mitglied des SSS-Teams vor Ort sagte: „Es war unsere persönliche Entscheidung, dort zu bleiben. Aber Kirchenleute gehen für gewöhnlich nicht weg, wenn die Dinge schwierig werden. Wir kamen in den Südsudan aus dem Grund, ihnen beim Aufbau einer neuen Nation zu helfen. Und aus diesem Grund bleiben wir auch hier.“

Sr. Gudrun Schellner SSM

 

 

Unsere Pfarre möchte in diesem Jahr mit dem Pfarrprojekt den Menschen vor Ort helfen, wieder Hoffnung zu schöpfen und den Familien Saatgut zur Verfügung stellen, damit sie wieder ihre Felder bestellen können. Mit einer Spende von 10,– Euro können sie einer Familie ein Saatpaket ermöglichen.

Um Ihre Spenden bitten wir in den gekennzeichneten Opferstock beim Kirchenausgang. In der Pfarrkanzlei sind auch Zahlscheine erhältlich.

 

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Es ist geschafft!

Wir konnten Ende Juni 2015  € 3085,– an Sr. Gudrun weiterleiten.

Vielen Dank an alle, die durch Spenden beim Mittagessen, bei der Fastensuppe, durch Daueraufträge oder Spenden in der Kirche dazu beigetragen haben!

 

Ihr Arbeitskreis Eine Welt

Kirche:
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Mit Fragen zu Bibel, Religion und Popkultur

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