Friday 23. August 2019

Unser Pfarrcafe – Treffpunkt am Sonntagvormittag

Unsere Kirche – eine Oase der Stille

Inhalt:

Unser Pfarrprojekt 2014

Ein Stück Paradies – Waldgärten für Kleinbauern in Haiti

 

Das verlorene Paradies
Wer heute durch die kahlen, trockenen und erodierten Regionen Haitis fährt, kann sich unmöglich vorstellen, dass hier einst ein tropisches Paradies war. Ein Paradies, das nach seiner ‚Entdeckung‘, die viel eher eine Inbesitznahme war, keines blieb. Als die Urbevölkerung durch die unmenschlichen Bedingungen beim Abbau der reichen Bodenschätze und eingeschleppte Krankheiten ausgerottet war, wurde sie durch Sklaven aus Afrika ersetzt. Die Reichtümer des Landes aber wurden nach Europa verschifft. Darunter auch große Mengen an Holz. Als das Land zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließlich seine Unabhängigkeit erkämpft hatte, war der Waldbestand bereits von 95 auf 50 Prozent der Landesfläche geschrumpft. Heute ist Haiti nicht nur das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, sondern eines der ärmsten Länder der Welt.

Armut und Hunger
Armut und Hunger prägen das Leben der Menschen. Fast alle von ihnen sind Bauern, die Erträge aus der Landwirtschaft werden aber immer geringer. So sind sie gezwungen, durch neue Rodungen zur weiteren Verödung des Landes beizutragen. War vor 50 Jahren noch ein Fünftel der Landesfläche mit Wald bedeckt, sind es heute nur mehr zwei Prozent. Weil Holz der wichtigste Energieträger für Haushalt und Industrie ist, werden jährlich schätzungsweise 50 Millionen Bäume gefällt. Der Regen schwemmt dann auf den gerodeten Hängen die dünne Humusschicht weg.

 

Doch es geht auch andersunknown

Die Caritas der Diözese Les Caye finanziert mit finanzieller Hilfe aus Europa ein Projekt, das schon vielen Kleinbauern geholfen hat, aus ihrer tristen Lage herauszukommen. Sie hilft den Bauern, „Waldgärten“ anzulegen. In acht Regionen Haitis haben sie bereits einen Aufschwung eingeleitet und sie sollen dies für weitere zehntausende Familien tun. Für jede von ihnen soll ein kleiner, etwa ein Drittel Hektar großer Waldgarten angelegt werden, damit sie wieder wie früher in ihrer Heimat überleben können.

Pater Michel Briand, der Leiter des Projekts, erklärt: „Die Waldgärten ermöglichen den Kleinbauern, weiter auf ihrem Land zu leben, sie schenken den Familien Nahrungsmittel, Holz, Heilpflanzen. Die natürliche Vielfalt von Wild- und Kulturpflanzen wird genützt, um den Boden zu schützen und seine Fruchtbarkeit zu verbessern.“

Einer der Kleinbauern, dessen Hoffnungslosigkeit sich in Zuversicht verwandelt hat, seit er an dem Projekt beteiligt ist, sagt: „Wir wollen, dass Haiti wieder grün und fruchtbar wird. Deshalb haben wir das Angebot der Leute, die uns helfen möchten, angenommen. Wir hören ihnen aufmerksam zu, wenn sie uns erklären, wie wir auf einfache Weise unsere Lage verbessern können. Anfangs konnten wir es nicht glauben, aber jetzt sehen wir: es geht.


unknownSo einfach ist das
Das Stück Land wird mit dichten Hecken umgeben, um es vor trockenen Winden und gegen streunende Tiere zu schützen. Entlang der Einfriedungen und der Erosionsschutzlinien werden Obstbäume gesetzt, die den Boden festigen und den Wasserhaushalt regulieren. Sträucher, etwa Ananas- und Bananenstauden, werden in langen Reihen angepflanzt, um das Wegschwemmen der Erde zu verhindern. Der Boden wird mit Pflanzenmaterial und Kompost bedeckt, um das Einsickern des Regenwassers zu erleichtern und mehrere Ernten pro Jahr zu ermöglichen. Mais, Maniok und ein Teil der Früchte decken den Eigenbedarf der Familie, der Rest kann verkauft werden.

Betreuung und Begleitung
Viele Kleinbauern sind nie zur Schule gegangen. Schriftliche Unterlagen und theoretische Erklärungen reichen nicht aus, um ihre Kenntnisse zu erweitern, dazu sind viele kleine, praktische Lernschritte notwendig. Es dauert einige Jahre, bis ein Waldgarten entsprechend gewachsen ist. In dieser Zeit stehen Fachleute der Caritas zur Verfügung, die die Familien bei Problemen um Rat fragen können und die sie bei Rückschlägen ermutigt weiterzumachen. Nachdem die wirtschaftliche Situation der Familie sich gebessert hat, beteiligt sie sich an den weiteren Kosten. So ist ihr Waldgarten Geschenk und gleichzeitig eigenes Werk, das sorgsam gehütet und gepflegt wird.

Unser Beitragunknown

Wir wollen uns über den Entwicklungshilfeklub an der Finanzierung von Setzlingen und Saatgut beteiligen. Für den Waldgarten einer Familie werden nur 21,– Euro benötigt, um 160 Setzlinge (Ananas, Zuckerrohr, Kokospalmen, Bananenstauden …) und 450 Stecklinge und Saatgut (Süßkartoffeln, Gemüse, Heilkräuter …) zur Verfügung zu stellen. Tragen wir dazu bei, dass Kleinbauern, die heute noch ums Überleben kämpfen, aus trockenem, verödetem Land wieder ein Stück Paradies machen können, das sie und ihre Familien ernährt.

 

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Mit Ihrer Hilfe können wir im Lauf des Arbeitsjahres vielleicht 100 Familien (oder mehr?) unterstützen. Wir bitten um Ihre Spenden in den gekennzeichneten Opferstock beim Kirchenausgang, in der Pfarrkanzlei sind auch Zahlscheine erhältlich.

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Dank Ihrer Bereitschaft zu helfen konnten wir 2373,– Euro für das Projekt überweisen. Damit können wir 113 Familien beim Anlegen eines "Waldgartens" unterstützen.

 

 

 

Fotos vom Mittagessen zugunsten des Pfarrprojekts gibts in der Bildergalerie.

Kirche:
Siebenbrunnenfeldgasse 22-24
A-1050 Wien
Pfarrkanzlei:
Embelgasse 3, A-1050 Wien
Telefon: +43.1.544 29 19
E-Mail:
pfarre.ac-wien5@katholischekirche.at
Aktuelles

Gelöbniswallfahrt

am Sonntag, 6. Oktober 2019

 

Erntedanksammlung Le+O

Vom 7. -13. Oktober 2019

 

ERNTEDANKMESSE

am 13. Oktober 2019 um 9:30 Uhr

 

Flohmarkt

Samstag, 19. Oktober 2019

 

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Nachrichten aus der

Katholischen Kirche

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Seit 2010 entsendet der Ökumenische Rat der Kirchen Freiwillige aus Österreich für das "Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel" - Vorsitzender Hennefeld: "Einsatz für gerechten Frieden"

16 Kirchen und Religionsgemeinschaften setzten in Seestadt Aspern Zeichen anlässlich des ersten UNO-Gedenktags für Opfer religiös motivierter Gewalt - Initiatorin Kugler: Religion als positive Kraft für die Menschen nicht generell diskreditieren

Forum-Alpbach-Präsident warnt im Kirchenzeitungs-Interview vor "illiberalen Demokratien" - Neue Formen der Unfreiheit durch Soziale Medien, Smartphones und Algorithmen

 

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