Monday 22. July 2019

Unsere Kirche – eine Oase der Stille

Unser Pfarrcafe – Treffpunkt am Sonntagvormittag

Inhalt:

Unser Pfarrprojekt 2013

Wurzeln schlagen – Einfache Holzhäuser für Slumbewohnr in Ecuador

 

Flucht in die Stadt

 

Die meisten der Bewohner der Elendsviertel von Guayaquil kommen aus den ländlichen Hochlandregionen Ecuadors. Als Kleinbauern haben sie in ihren Heimatdörfern immer weniger Chancen, gegen die Plantagenwirtschaft der Großgrundbesitzer zu bestehen. Weil sie in ihren Heimatdörfern nicht mehr überleben kann, strömt die verarmte Landbevölkerung in der Hoffnung auf Arbeit in die Großstadt Guayaquil. Die Menschen hoffen, in der Stadt Chancen zu finden, um für sich und die Familien wenigstens ein kleines Einkommen zu erwirtschaften.

 

 

 

Guayaquil

 

Die größte Stadt Ecuadors liegt im Mündungsgebiet des Rio Guayas am Pazifik. Sie entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zur Handelsmetropole des Landes. Ein Wachstum von jährlich sechs Prozent bedeutet, dass sich die Zahl der Einwohner, die heute auf drei Millionen geschätzt wird, in zwölf Jahren verdoppelt. Die Lebensbedingungen sind geprägt von hoher Arbeitslosigkeit, unzureichender medizinischer Versorgung, fehlenden Schulen …

 

Ein Projektmitarbeiter: „In Guayaquil übersteigt das Problem der Elendsviertel alles Vorstellbare. Der größte Teil ist nicht an die öffentliche Infrastruktur wie Trinkwasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Müllabfuhr etc. angeschlossen.“

 

 

 

Katastrophale Wohnverhältnisse

 

unknownUnd noch etwas prägt das Leben in den Slums: die elenden Wohn-

 

verhältnisse. Die völlig mittellosen Neuankömmlinge finden in ihrer Not nur ein paar Quadratmeter im Überschwemmungsgebiet des Flusses, im sumpfigen Mündungsgebiet oder im hügeligen Hinterland. Die Gefahr, vertrieben zu werden, ist hier gering, da dieses Land sich kaum als Bauland und Spekulationsobjekt eignet.

 

Im Nassgebiet auf Pfählen oder direkt auf dem Boden, der sich in der Regenzeit in Schlamm verwandelt, bauen sie ihr neues „Zuhause“. Das Material – Bretter, Stangen, Kartons, Plastikplanen – kommt zumeist von den Müllhalden der Stadt. Das Leben mitten im Müll ist trostlose Realität für Tausende und Abertausende.

 

 

 

Ein Haus und ein Zuhause

 

Der Weg zu einer menschenwürdigen Unterkunft ist für die meisten Neuankömmlinge ohne Unterstützung versperrt. Vor allem alleinerziehende Frauen haben keine Chance, sich und ihren Kindern ein Zuhause zu schaffen, in dem sie vor Nässe und Krankheiten halbwegs geschützt sind.
Die Hilfsorganisation Hogar de Cristo ermöglicht den Armen in Guayaquil seit 1971 die Errichtung von einfachen, stabilen und zweckmäßigen Häusern. Seither konnten sich 70.000 Familien ein neues Zuhause schaffen.

 

Roberto Costa, Gründer und Leiter von Hogar de Cristo: „Es gibt eine einzige Vorbedingung für die Familien: Sie müssen als Eigentümer des Grundstückes, auf dem ihr neues Haus errichtet wird, eingetragen sein, damit sie nicht mehr vertrieben werden können.“

 

Das Haus besteht aus zwei Räumen und hat eine Fläche von 26 m2. Die tragenden Teile (Pfähle, Pfosten, Balken) bestehen aus Holz. Ebenfalls aus Holz sind der Boden, die Türen und Fenster. Die Wände bestehen aus gespaltenem Bambus, das Dach aus Wellblech. Der Lage im Nassgebiet entsprechend oder um der Bodennässe in der Regenzeit zu entgehen, wird es meist auf Pfählen errichtet.unknown

 

 

 

Hogar de Cristo hat eine eigene Werkstatt, in der die Bauteile vorgefertigt werden. Nur durch eine Serienfertigung können die Kosten gering gehalten und der große Bedarf befriedigt werden. Zurzeit werden die Bauteile für 50 Häuser pro Tag hergestellt.

 

Der Transport des Bausatzes muss von der Familie organisiert werden. Das Aufstellen des Hauses ist sehr einfach und in Nachbarschaftshilfe bald erledigt. Am Ende des Tages ist das Haus schon bezugsfertig. Es ist so konzipiert, dass es bei Bedarf, und sobald die Familie ein bisschen gespart hat, Schritt für Schritt ausgebaut werden kann.

 

unknownAus Elendsquartieren sollen bewohnbare Siedlungen werden. Mit ihrem neuen Zuhause schaffen die Menschen ein Fundament für ihre Zukunft und können Wurzeln schlagen.

 

 

 

Bewohnbare Siedlungen, soziale Gemeinschaften

 

Das Projekt allein kann nicht alle Probleme lösen, aber es kann beispielhaft einen Ausweg aufzeigen. Wenn andere Initiativen, und vor allem die staatlichen Stellen mit ihrem Wohnbauprogramm, ähnliche alternative und soziale Lösungen suchen, dann kann dies mit der Zeit das traurige Bild der Elendsviertel von Guayaquil wandeln.

 

Durch Nachbarschaftshilfe entstandene soziale Gemeinschaften sind imstande, weitere Verbesserungen durchzusetzen: Wenn viele Bewohnerinnen und Bewohner eines Viertels gemeinsam ihre Rechte einfordern, gibt die Stadtverwaltung dem Druck nach und kümmert sich schließlich doch um Wasser, Strom, Schulen …

 

 

 

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Unser Beitrag

 

Die Produktionskosten für ein Haus betragen nur 340,– Euro. Mit Ihrer Hilfe wollen wir versuchen, den Betrag für 7, 8 oder vielleicht 9 Häuser aufzubringen und bitten um Ihre Spenden. Dafür steht wie immer der gekennzeichnete Opferstock beim Kirchenausgang oder ein Zahlschein (erhältlich in der Pfarrkanzlei) zur Verfügung.

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Dank Ihrer Bereitschaft zu helfen konnten wir 10 Häuser zu je 340,– Euro finanzieren.

Danke an alle Spender, die 10 Familien ein neues Zuhause ermöglichen !

Kirche:
Siebenbrunnenfeldgasse 22-24
A-1050 Wien
Pfarrkanzlei:
Embelgasse 3, A-1050 Wien
Telefon: +43.1.544 29 19
E-Mail:
pfarre.ac-wien5@katholischekirche.at
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